Im unerschöpflichen Panorama der Kunststädte Italiens spielt das sehr antike Volterra eine einzigartige Rolle, mit seinem geheimnisumwobenen Reiz, dessen Ursprünge sich in der Urgeschichte verlieren. Um die geheimnisvolle Luft von Volterra zu atmen, reicht es, den Hügel, auf dem es errichtet ist, zu erreichen, den “Piano di Castello”: hier erkennt man die Evolution, die die Stadt durch die Jahrhunderte von der Urgeschichte bis in die Renaissance durchgemacht hat: von der Akropolis bis zur mittelalterlichen Festung. Der geschichtliche Reiz vereint sich mit der Schönheit der Natur und bildet von der Morphologie, über die Vegetation bis hin zur Fauna ein einzigartiges Erbe. Auch heute noch ist Volterra fast zur Gänze von seinen Stadtmauern aus dem 3. Jhdt. umgeben, die die Entwicklung der Stadt beeinflussen.
Auf dem antiken “pratus episcopatus” liegt die verführerische Piazza dei Priori, die von der Wichtigkeit und dem Prestige zeugt, das Volterra im Mittelalter besaß. An den Seiten des Platzes entstanden die typischen Wohntürme und Privatpaläste entstanden, darunter Palazzo dei Priori, Palazzo Vescovile, Palazzo Pretorio mit der Torre del Porcellino, Palazzo Incontri und Palazzo del Monte Pio.
Der eindrucksvolle Palazzo dei Priori ist der älteste Kommunalpalast in der Toskana. Die herrlich erhaltene Fassade zeigt drei Reihen von zweibögigen Fenstern sowie die Maßeinheit “canna volterrana”, geschmückt mit Wappenschildern von der Bildhauerfamilie Della Robbia. In seinem Inneren beherbergt der Palast eine wunderbare Pinakothek mit Werken von Signorelli, Ghirlandaio, Rosso Fiorentino und Daniele da Volterra. Von der Turmspitze aus hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Dächer der Stadt und auf die Umgebung bis Amiata, zu den Apuanischen Alpen und zum Meer von Piombino bis La Spezia. Bei der Besichtigung von Volterra darf auch der Besuch des Wohnturms der Buomparenti an der gleichnamigen Kreuzung nicht fehlen, ebenso wie die bezaubernde Via Matteotti. Aus der Zeit der Etrusker (Blütezeit von Volterra) stammen die Porta all'Arco und die Necropoli dei Marmini(Totenstadt) sowie zahlreiche Funde aus dieser Zeit, die im städtischen etruskischen Museum ausgestellt sind. Zeugen der Römerzeit hingegen sind das Theater von Vallebona, erbaut zur Zeit des Kaiser Augustus. Außer dem etruskischen Museum und der Pinakothek ist Volterra auch Sitz eines wichtigen Museums über sakrale Kunst, in dem man Goldschmiedearbeiten, Gemälde, Skulpturen der Schule von Siena aus dem 14.Jhdt. sowie antike Antiphone bewundern kann.
Zahlreiche Kunsthandwerksläden und Ausstellungen bringen uns die Kunst der Bearbeitung des Alabastergesteins näher, wofür Volterra ebenfalls weltberühmt ist.
Volterra hat noch eine weitere Überraschung auf Lager: das Naturschauspiel der sogenannten Balze. Es handelt sich um eindrucksvolle steil abfallende Klippen durchschneiden die Hochebene, auf der Volterra liegt. Ein einzigartiges Szenario entstanden durch ständige Erosion, es scheint, als hätte sich Dante bei der Beschreibung der Hölle in seiner “La divina commedia” inspirieren lassen.
Die Umgebung und an anderen Standorten:
Die Weinstraße
Florenz 100 km von der Residenz
Pisa 60 km von der Residenz
Siena 90.5 km von der Residenz
Populonia 41 km von der Residenz
Volterra 42.3 km von der Residenz
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